SPD Kallstadt

Malaktion im Juli 2011

Schon lange lungerten sie in manch düsterem Winkel in Kallstadt herum und lauerten auf unbedarfte Mitbürger. Manch später Heimkehrer aus einer der zahlreichen Kallstadter Gastwirtschaften musste sich des Nachts hämische Kommentare und andere freche Sprüche anhören, die beileibe nicht jugendfrei waren, wenn er an einem dieser häßlichen Kästen vorüberzog.

Die Rede ist von jenen pöbelnden Stromkästen, die in beachtlicher Anzahl in Kallstadt ihr Unwesen trieben und gewiss kein Vorbild für die anständige Kallstadter Jugend darstellten. So kam man auf die gelungene Idee, diesem unsäglichen Treiben endlich ein Ende zu bereiten und den heimtückischen Stromverteilern ein neues farbenfrohes Kleid zu verleihen.

Zahlreiche Kallstadter Jugendliche waren sofort Feuer und Flamme und machten sich auch gleich an die Arbeit. Skizzen wurden entworfen, Farben gekauft und erste Grundierungen vorgenommen, was den Stromkästen überhaupt nicht behagte.

Die einen verlegten sich aufs Betteln, versprachen kostenlosen Strom in Hülle und Fülle, andere wiederum drohten mit endlosen Streiks und Stromausfällen, besonders beim Fest der hundert Weine.

Als sie aber merkten, dass ihre Bemühungen umsonst waren, gaben sie ihr Sträuben auf und ließen sich anstandslos bemalen. Ja man kann sogar behaupten, dass alle Kästen schließlich begeistert von der Aufgabe waren und mucksmäuschenstill hielten, obwohl so mancher Pinsel da und dort kitzelte und zum Kichern verleitete.

Die Stromkästen sind seitdem charakterlich wie ausgewechselt. Sie geben jetzt bunten Strom her, erteilen Touristen bereitwillig Auskunft über besonders sehenswerte Flecken in der Gemeinde und grüßen, wenn man an ihnen vorbeikommt. So mancher Kallstadter will auch gehört haben, dass sie um Mitternacht sanfte Lieder summen, bei denen "de gute Palzwoi" eine bedeutende Rolle spielt, wie er "in de Hals noi" läuft.

Und hier sind die Künstler mit ihren Werken, denen ein besonderer Dank aller Kallstadter gebührt.

Besonders bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei Herrn Roland Maier. Er stellte uns sämtliche Farben unentgeltlich zur Verfügung.

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